Pflicht oder freiwillig? · Kurz prüfen

Muss ich eine Steuererklärung machen?
Das hängt von deiner Situation ab.

Bei manchen Steuerfällen ist die Abgabe Pflicht. Bei anderen nicht. Der Check fragt deine Situation Schritt für Schritt ab und zeigt dir, ob du für 2025 eine Steuererklärung abgeben musst.

Schnellcheck
Musst du für 2025 eine Steuererklärung abgeben?
Beantworte deine Situation. Der Check sagt dir direkt: Pflicht oder freiwillig.
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Pflicht-Check · Steuerjahr 2025

Beantworte die Fragen. Am Ende steht Ja oder Nein.

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Hat dich das Finanzamt ausdrücklich zur Abgabe der Steuererklärung 2025 aufgefordert?
Hattest du 2025 Einkünfte aus eigener Tätigkeit oder aus Vermietung?
selbstständigfreiberuflichgewerblichVermietungLand- und ForstwirtschaftKapitalerträge ohne Steuerabzug
Für diese Einkünfte besteht eine Erklärungspflicht — unabhängig davon, wie hoch sie sind und ob im Jahr ein Gewinn oder ein Verlust entstanden ist. Ob am Ende Steuer anfällt, stellt das Finanzamt anhand der Erklärung fest.
Hattest du 2025 Arbeitslohn, von dem Lohnsteuer einbehalten wurde?
Die Fälle mit genereller Erklärungspflicht — eigene Tätigkeit, Vermietung, Land- und Forstwirtschaft, Kapitalerträge ohne Steuerabzug — hat die Frage davor bereits erfasst. Ohne Arbeitslohn und ohne diese Einkünfte hängt eine Pflicht von der Höhe der übrigen Einkünfte ab, etwa bei Renten.
Hattest du 2025 weitere einkommensteuerpflichtige Einkünfte, von denen keine Lohnsteuer einbehalten wurde — zum Beispiel aus einer Nebentätigkeit oder aus Renten?
Ob diese Einkünfte die maßgebliche Grenze von 410 € überschreiten, ergibt sich erst nach Abzug der damit zusammenhängenden Ausgaben und der gesetzlichen Kürzungen — das sind der Freibetrag für Land- und Forstwirte (§ 13 Abs. 3 EStG) und der Altersentlastungsbetrag (§ 24a EStG). Diesen Betrag ermittelt taxtastic aus deinen Angaben; festgestellt wird er vom Finanzamt.
Lag die positive Summe deiner dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte und Leistungen 2025 über 410 € – zum Beispiel Elterngeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitergeld?
Hattest du 2025 gleichzeitig mehrere Arbeitgeber und wurde der Arbeitslohn nicht für den Lohnsteuerabzug zusammengerechnet – typischerweise mit Steuerklasse VI beim weiteren Job?
Habt ihr als Ehegatten oder Lebenspartner beide Arbeitslohn bezogen und wurde mindestens eine Person zeitweise nach Steuerklasse V oder VI besteuert oder galt für sie Steuerklasse IV mit eingetragenem Faktor?
Hat das Finanzamt für 2025 einen Lohnsteuer-Freibetrag eingetragen und lag dein Arbeitslohn über 13.362 € – beziehungsweise der gemeinsame Arbeitslohn bei Zusammenveranlagung über 25.494 €?
Behinderten- und Hinterbliebenen-Pauschbeträge, der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende und die Zahl der Kinderfreibeträge führen allein deshalb nicht zu einer Abgabepflicht.
Habt ihr als nicht zusammen veranlagtes Elternpaar für 2025 gemeinsam beantragt, den Abzugsbetrag für die auswärtige Unterbringung eines Kindes oder den Behinderten- beziehungsweise Hinterbliebenen-Pauschbetrag eures Kindes anders als zur Hälfte aufzuteilen?
Gemeint ist der gemeinsame Antrag beider Elternteile, der von der gesetzlichen Halbteilung abweicht. Ohne einen solchen Antrag betrifft dich diese Regel nicht.
Wurden dir 2025 Beiträge zur Kranken- oder gesetzlichen Pflegeversicherung von mehr als 410 € erstattet und lag dein Arbeitslohn über 13.362 € – beziehungsweise bei Zusammenveranlagung über 25.494 €?
Trifft 2025 einer dieser Lohnsteuer-Sonderfälle auf dich zu?
Auf deiner Lohnsteuerbescheinigung steht der Großbuchstabe S.
Deine Lohnsteuer auf einen sonstigen Bezug wurde nach § 39c Abs. 3 EStG ermittelt.
Deine Ehe wurde 2025 durch Tod, Scheidung oder Aufhebung beendet und du oder dein früherer Ehegatte habt 2025 wieder geheiratet.
Bei Eltern wurde ein Ausbildungs- oder Behinderten-/Hinterbliebenen-Pauschbetrag gemeinsam anders als hälftig aufgeteilt.
Hattest du 2025 steuerpflichtige Kapitalerträge, von denen keine deutsche Kapitalertragsteuer einbehalten wurde?
Wurde zum Schluss des vorangegangenen Veranlagungszeitraums — für die Erklärung 2025 also zum 31. Dezember 2024 — ein verbleibender Verlustabzug festgestellt, oder ein nachversteuerungspflichtiger Betrag nach § 34a Abs. 3 Satz 3 EStG?
Diese Pflicht gilt betragsunabhängig: Ein festgestellter verbleibender Verlustabzug löst die Abgabe auch dann aus, wenn du im Jahr keine Einkünfte hattest. Den Betrag findest du im Feststellungsbescheid des Finanzamts.
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Steuerjahr 2025
Der Check fragt deine Situation Schritt für Schritt ab und zeigt dir, ob du abgeben musst.
Wann du eine Steuererklärung abgeben musst

Wenn eine dieser Regeln auf dich zutrifft, musst du abgeben.

Aufforderung durch das Finanzamt

Fordert dich das Finanzamt zur Abgabe auf, besteht die Pflicht unabhängig von allen anderen Regeln und unabhängig von der Höhe deiner Einkünfte. Eine bereits erfolgte Schätzung durch das Finanzamt beseitigt sie nicht.

Weitere Einkünfte über 410 €

Bei Arbeitnehmern besteht Pflicht, wenn die positive Summe weiterer einkommensteuerpflichtiger Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug nach den gesetzlichen Kürzungen mehr als 410 € beträgt. Die Kürzungen sind der Freibetrag für Land- und Forstwirte (§ 13 Abs. 3 EStG) und der Altersentlastungsbetrag (§ 24a EStG). Die 410 € sind keine allgemeine Freigrenze: Bei Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit ist die Erklärung auch darunter abzugeben.

Progressionsleistungen über 410 €

Liegt die positive Summe der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte und Leistungen über 410 €, besteht bei Arbeitnehmern Pflicht. Dazu zählen unter anderem Elterngeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld und Kurzarbeitergeld.

Mehrere Arbeitgeber gleichzeitig

Wer nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn bezieht, muss eine Steuererklärung abgeben. Ausgenommen ist die gesetzlich vorgesehene Zusammenrechnung für den Lohnsteuerabzug.

V/VI oder IV mit Faktor

Beziehen zusammen zu veranlagende Ehegatten beide Arbeitslohn und wurde mindestens eine Person zeitweise nach Steuerklasse V oder VI besteuert oder galt für sie Steuerklasse IV mit eingetragenem Faktor, besteht Pflicht.

Eingetragener Freibetrag

Ein für 2025 eingetragener Lohnsteuer-Freibetrag führt zur Abgabepflicht, wenn der Arbeitslohn 13.362 € übersteigt; bei zusammenveranlagten Ehegatten liegt die Grenze bei 25.494 €. Erfasst sind Freibeträge für erhöhte Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen sowie Verlust- und Wohneigentumsabzüge. Nicht erfasst sind der Behinderten- und der Hinterbliebenen-Pauschbetrag, der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende und die Kinderfreibeträge.

Erstattete Kranken- oder Pflegebeiträge

Wurden Kranken- oder gesetzliche Pflegeversicherungsbeiträge von mehr als 410 € erstattet und wird zusätzlich die gesetzliche Arbeitslohngrenze überschritten, besteht Pflicht.

Lohnsteuer-Sonderfälle

Bestimmte Eintragungen lösen die Pflicht aus – etwa der Großbuchstabe S auf der Lohnsteuerbescheinigung, die Ermittlung der Lohnsteuer auf einen sonstigen Bezug nach § 39c Abs. 3 EStG oder besondere Lohnsteuermerkmale wegen eines Auslands-, EU- oder EWR-Sachverhalts nach § 46 Abs. 2 Nr. 7 EStG.

Kapitalerträge ohne Steuerabzug

Steuerpflichtige Kapitalerträge, die keinem Steuerabzug unterlegen haben, lösen die Abgabepflicht unabhängig von ihrer Höhe aus. Dazu zählen etwa Zinsen aus dem Ausland oder Erträge aus einem privaten Darlehen.

Selbstständig, gewerblich, vermietend

Wer selbstständig, freiberuflich oder gewerblich tätig ist, vermietet oder Kapitalerträge ohne Steuerabzug bezieht, ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Das gilt unabhängig von der Höhe der Einkünfte und auch dann, wenn im Jahr ein Verlust entstanden ist. Bei einer Rente ohne Arbeitslohn hängt die Abgabepflicht vom Gesamtbetrag der Einkünfte ab — der Check führt dich zu dieser Frage.

Festgestellter Verlustabzug

Wurde zum Schluss des vorangegangenen Veranlagungszeitraums ein verbleibender Verlustabzug festgestellt, oder ein nachversteuerungspflichtiger Betrag nach § 34a Abs. 3 Satz 3 EStG, muss eine Steuererklärung abgegeben werden. Diese Pflicht gilt betragsunabhängig.

Aufforderung vom Finanzamt

Das Finanzamt fordert dich auf? Dann musst du abgeben.

Nicht liegen lassen.
× Aufforderung ignorieren
× Auf eine Schätzung warten
× Davon ausgehen, dass sich das erledigt
Jetzt klären.
✓ Schreiben und gesetzte Frist prüfen
✓ Fehlende Steuerjahre identifizieren
✓ Erklärung so schnell wie möglich vorbereiten
Keine Pflicht? Trotzdem prüfen.

Freiwillig abgeben heißt oft: Geld zurückholen.

Bei der Lohnsteuer wird während des Jahres nicht automatisch alles berücksichtigt, was deine tatsächliche Steuer senkt. Genau deshalb endet eine freiwillige Steuererklärung für viele Arbeitnehmer mit einer Erstattung.

Für 2025 bis Ende 2029

Wenn keine Abgabepflicht besteht, gilt für die freiwillige Antragsveranlagung grundsätzlich die Vierjahresfrist. Bei Abgabepflicht sind es bis zu sieben Jahre: Die Frist beginnt dann erst mit Ablauf des Jahres, in dem die Erklärung eingereicht wird — höchstens jedoch drei Jahre später als sonst (§ 170 Abs. 2 AO). Ohne Erklärungspflicht gibt es diese Verschiebung nicht.

01 Jobkosten

Pendeln, Homeoffice & Arbeitsmittel

Arbeitsweg, Homeoffice-Tage, Laptop, Schreibtisch, Fortbildungen oder berufliche Reisen kennt dein Arbeitgeber beim Lohnsteuerabzug nicht automatisch. In der Steuererklärung kannst du diese Werbungskosten erfassen.

Steuererklärung für Angestellte
02 Weitere Abzüge

Auch privat kann steuerlich etwas drin sein.

Vorsorgeaufwendungen, Spenden, Kinderbetreuung, Handwerker und haushaltsnahe Dienstleistungen gehören nicht zu deinen Werbungskosten, können aber ebenfalls deine Einkommensteuer beeinflussen.

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03 Vorjahre

Vier Jahre nicht verschenken.

Für eine freiwillige Erklärung kannst du mehrere noch offene Jahre nacheinander nachholen. Für 2022 läuft die reguläre Vierjahresfrist Ende 2026 aus.

Fragen zur Abgabepflicht

Muss jeder Arbeitnehmer eine Steuererklärung machen?
Nein. Wenn ausschließlich normal lohnversteuerter Arbeitslohn vorliegt und keine der gesetzlichen Regeln zur Abgabepflicht auf dich zutrifft, musst du keine Steuererklärung abgeben. Du darfst trotzdem freiwillig abgeben.
Ab wann führen Nebeneinkünfte zur Pflicht?
Bei Arbeitnehmern besteht eine Abgabepflicht, wenn die positive Summe weiterer einkommensteuerpflichtiger Einkünfte, die nicht dem Lohnsteuerabzug unterlagen, nach den gesetzlichen Kürzungen mehr als 410 € beträgt. Kürzungen sind der Freibetrag für Land- und Forstwirte (§ 13 Abs. 3 EStG) und der Altersentlastungsbetrag (§ 24a EStG). Die 410 € sind keine allgemeine Freigrenze: Bei Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit ist die Erklärung auch darunter abzugeben.
Muss ich wegen Elterngeld oder Krankengeld eine Steuererklärung machen?
Ja, wenn die positive Summe der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte und Leistungen im Jahr mehr als 410 € beträgt. Dazu zählen unter anderem Elterngeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld und Kurzarbeitergeld.
Muss ich bei Steuerklasse 3 und 5 eine Steuererklärung abgeben?
Wenn ihr zusammen zu veranlagen seid, beide Arbeitslohn bezogen habt und mindestens eine Person zeitweise nach Steuerklasse V oder VI besteuert wurde, besteht eine Abgabepflicht. Dasselbe gilt bei Steuerklasse IV mit eingetragenem Faktor. Bei der Kombination III/V trifft das regelmäßig zu — sie führt damit praktisch immer zur Abgabepflicht. Steuerklasse III bei nur einem Arbeitslohn im Haushalt löst für sich genommen keine Pflicht aus.
Muss ich mit einem Lohnsteuer-Freibetrag eine Steuererklärung machen?
Für 2025 besteht bei einem relevanten eingetragenen Freibetrag eine Abgabepflicht, wenn der Arbeitslohn 13.362 € übersteigt; bei zusammenveranlagten Ehegatten liegt die Grenze bei 25.494 €. Behinderten- und Hinterbliebenen-Pauschbeträge, der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende und die Zahl der Kinderfreibeträge führen allein deshalb nicht zu einer Abgabepflicht.
Was gilt, wenn ich selbstständig bin, vermiete oder Rente bekomme?
Wer selbstständig, freiberuflich oder gewerblich tätig ist, vermietet oder Kapitalerträge ohne Steuerabzug bezieht, ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Das gilt unabhängig von der Höhe der Einkünfte und auch dann, wenn im Jahr ein Verlust entstanden ist. Bei einer Rente ohne Arbeitslohn hängt die Abgabepflicht vom Gesamtbetrag der Einkünfte ab — der Check führt dich zu dieser Frage.
Was passiert, wenn mich das Finanzamt zur Abgabe auffordert?
Dann musst du die Steuererklärung abgeben. Eine bereits erfolgte Schätzung durch das Finanzamt beseitigt die Abgabepflicht nicht.
Keine Pflicht – darf ich trotzdem freiwillig abgeben?
Ja. Wenn keine Pflichtveranlagung besteht, darfst du als Arbeitnehmer freiwillig eine Veranlagung beantragen. Für das Steuerjahr 2025 läuft die reguläre Vierjahresfrist bis zum 31. Dezember 2029.
Was kostet taxtastic?

Ein Preis pro Abgabe. Keine Abos. Keine Tricks.

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pro Abgabe · Ein Preis für Ehepaare
Für Angestellte, Beamte, Rentner, Studenten, Hausbesitzer, Kapitalanleger
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